Antrittsvorlesung von Andrea Taschl-Erber:

Universale Versöhnung statt imperialer Macht
Am 13. November 2025 hielt Universitätsprofessorin Andrea Taschl-Erber ihre Antrittsvorlesung an der Katholischen Privat-Universität Linz. Unter dem Titel „Zerbrochene Mauern. Friede und Versöhnung in Eph 2,11–22“ führte die neue Professorin für neutestamentliche Bibelwissenschaft mitten hinein in die Zeit des Wandels vom jüdischen Jesusglauben zum entstehenden Christentum und die damit verbundenen Identitätsdiskurse und Diskussionsprozesse. Sie zeigte, welche Konzepte von Einheit und Versöhnung der Epheserbrief zur Überwindung herkömmlicher Stereotypisierungen und der daraus resultierenden Konflikte entwickelt und welches Friedensmodell er im Kontrast zu imperialistischer Machtpolitik bietet.
KU Linz: Andrea Taschl-Erber ist neue Professorin für neutestamentliche Bibelwissenschaft

Seit 1. April 2025 ist Andrea Taschl-Erber Inhaberin des Lehrstuhls für neutestamentliche Bibelwissenschaft an der Fakultät für Theologie der Katholischen Privat-Universität Linz. Sie folgt damit Universitätsprofessor Christoph Niemand nach, der mit Ende des Sommersemesters 2024 emeritiert ist.
Andrea Taschl-Erber, geboren in Melk, studierte Katholische Theologie und Klassische Philologie an der Universität Wien und promovierte ebenda 2006 mit der mehrfach ausgezeichneten Arbeit „Maria von Magdala – erste Apostolin? Eine Symbolfigur im Spiegel sich wandelnder Kontexte“. 2018 wurde ihr an der Universität Graz die venia docendi für Neutestamentliche Bibelwissenschaft und Biblische Theologie verliehen. Der Titel ihrer Habilitationsschrift lautete „Schriftauslegung im Neuen Testament – Angelpunkt für ‚the Parting of the Ways‘? Fallstudien zur Rezeption alttestamentlicher Traditionen, Motive und Figuren“.