KL veröffentlicht erstmals Nachhaltigkeitsbericht – erste Privatuniversität Österreichs mit umfassender ESG-Offenlegung

Bericht der Karl Landsteiner Privatuniversität zeigt systematisch Fortschritte, Kennzahlen und strategische Handlungsfelder in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance

Die Karl Landsteiner Privatuniversität (KL) hat ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Damit nimmt die KL eine Vorreiterrolle unter Österreichs Privatuniversitäten im Bereich ESG-Berichterstattung ein. Nachhaltigkeit ist seit der Gründung ein zentraler Bestandteil des Selbstverständnisses der Universität und prägt ihre Entwicklung als Gesundheitsuniversität.

„Nachhaltigkeit ist für die KL weit mehr als ein Schlagwort – sie ist in unserer Satzung verankert und prägt Forschung, Lehre und den gesamten Universitätsbetrieb, betont Rektorin Andrea Olschewski. „Mit dem ersten Nachhaltigkeitsbericht schaffen wir Transparenz über unsere Aktivitäten und legen die Grundlage für eine kontinuierliche Weiterentwicklung in diesem Bereich.“

Der Bericht wurde in Anlehnung an die aktuellen europäischen Vorgaben der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erstellt und umfasst den Zeitraum von 1. Oktober 2024 bis 30. September 2025.  Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der erstmals durchgeführten doppelten Wesentlichkeitsanalyse. Dabei wurden zentrale Nachhaltigkeitsthemen entlang der gesamten Wertschöpfungskette identifiziert – von der Beschaffung und Kooperationen über Forschung und Lehre bis hin zu den Auswirkungen auf Studierende, Mitarbeiter:innen und die Gesellschaft. Darüber hinaus hat die KL eine erste Treibhausgasbilanz erstellt, die die Emissionen in Scope 1 und Scope 2 auf Basis von Primärdaten erfasst.

Ausgewählte Kennzahlen und Fortschritte

Konkrete Kennzahlen unterstreichen die schon erreichten Fortschritte: So bezieht die KL bereits 98 % ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen. Auch im Bereich Chancengleichheit setzt die Universität klare Maßstäbe – 46 % der Führungspositionen sind aktuell mit Frauen besetzt. Die KL ist zudem Trägerin des equalitA-Gütesiegels und wurde damit für ihre Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ausgezeichnet.

Auch in der Forschung setzt die Universität gezielt Impulse in Richtung Nachhaltigkeit: Als Teil der Initiative „Green Labs Austria“ engagieren sich die Labore aktiv für ressourcenschonende Prozesse und setzen zahlreiche Maßnahmen zur Reduktion ihres ökologischen Fußabdrucks um.

Gleichzeitig zeigt die im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse durchgeführte Bewertung, dass insbesondere im Bereich der Forschung erhebliche Chancen liegen – etwa durch Beiträge zu gesundheitlicher Prävention, evidenzbasierter Versorgung und nachhaltigen Gesundheitssystemen.

„Wir verstehen Gesundheit als Teil eines intakten ökologischen und sozialen Systems“, erklärt Prorektorin Sabine Siegl-Amerer. „Deshalb übernehmen wir Verantwortung – von klimafreundlicher Infrastruktur über faire Arbeitsbedingungen bis hin zu Forschung für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung.“

Die Veröffentlichung markiert den Auftakt für die nächste Entwicklungsphase: Bereits heute arbeitet die KL an der Erweiterung ihrer Treibhausgasbilanz hin zu einer vollständigen Erfassung aller Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 1–3). Ein zentraler Baustein dafür ist die laufende Mobilitätsbefragung von Studierenden und Mitarbeitenden, die erstmals belastbare Daten zu indirekten Emissionen liefern wird.

Darüber hinaus werden die identifizierten Handlungsfelder konsequent weiterentwickelt. Ziel ist es, Nachhaltigkeit noch stärker in Forschung, Lehre und Universitätsbetrieb zu verankern und aktiv zur Transformation eines zukunftsfähigen und resilienten Gesundheitssystems beizutragen.

Der komplette Bericht ist hier abrufbar: G – Unternehmerische Verantwortung | Karl Landsteiner Privatuniversität

Foto: KL © KL/D.Hawelka