Bei der zweitägigen Krankenhaussimulation am Uniklinikum Krems durchliefen die von Medizinstudierenden der Karl Landsteiner Privatuniversität (KL) dargestellten „TeddyDocs“ mit den Kindern alle Stationen eines nachgebauten Krankenhauses um Bär und Puppe zu heilen. Kindern wurde so spielerisch die Angst vor dem Arztbesuch und einem möglichen Krankenhausaufenthalt genommen. Für die KL Medizinstudierenden ist das in Eigenregie organisierte Teddybär Krankenhaus nicht nur der Spaß mit Kindern zu arbeiten, sondern auch eine gute Erfahrung, wie man auf kleine Patienten eingeht. Unterstützt wurden die Medizinstudierenden von Psychologiestudierenden der KL, Zahnmedizinstudierenden der DPU, Pharmaziestudierenden der Universität Wien sowie Berufsschülerinnen der Landesberufsschule St. Pölten.

Organisation und Umsetzung durch Studierende
Seit Oktober des Vorjahres waren 25 Studierende an der Karl Landsteiner Privatuniversität neben ihrem Medizinstudium mit der Organisation des Spitals für Kuscheltiere beschäftigt. „Es ist beeindruckend, was meine Kolleginnen und Kollegen hier geleistet haben. Jedes der Geräte wurde in vielen, vielen Stunden detailreich selbst nachgebastelt und alle waren auch vor Ort bei der Arbeit mit den Kindern mit Feuereifer bei der Sache“, schildert die Sprecherin des Organisationsteams, Leonie Bürgl. Das Teddybären Krankenhaus wird von der Austrian Medical Students Organization (AMSA) gemeinsam mit der KL und dem Uniklinikum Krems veranstaltet. Unterstützt wurde es von der NÖ Landesgesundheitsagentur und der Apothekerkammer. Vorgängerinitiativen gibt es seit einigen Jahren in Wien, Innsbruck, Linz, Salzburg, Graz und Feldkirch. Mit dem Uniklinikum Krems war erstmals ein Spital Veranstaltungsort des Teddybären Krankenhauses. „Wir sehen, wie groß der Bedarf nach so einer Krankenhaussimulation für Kinder ist“, gab sich der ärztliche Leiter des Universitätsklinikums Krems, Prim. Dr. Heinz Jünger beeindruckt und sprach seine Unterstützung für eine Wiederholung der Aktion aus.

Kuscheltiere im Röntgennachbau
Behandelt werden die Kuschelfreunde nach einer gemeinsamen Einschätzung durch Besitzer_in und TeddyDoc (Anamnese) in einer Erste Hilfe Station, mit „Blutabnahme“ im Labor, Röntgenaufnahmen oder im Operationssaal. Während der gesamten Behandlungsdauer durften die Kinder selbst Hand anlegen.

Im Entlassungsgespräch wurde unter anderem auf die für die Kuscheltiere wichtige gesunde Ernährung und Bewegung eingegangen, dafür wurde von der Teddy Krankenkasse ein Rezept ausgegeben. Damit ging es in die gemeinsam mit dem Akademischen Fachverband österreichischer Pharmazeuten organisierte Apotheke, wo es galt Salben zu rühren, Kapseln zu füllen und Tees zu mischen. Einzigartig in Krems war eine Psychologiestation, an der über die Gefühle der Tiere gesprochen wurde.

https://www.teddy-krankenhaus-noe.com
www.amsa.at
https://krems.lknoe.at/