Die heimischen Privatuniversitäten sind zukunftsorientiert, nicht nur mit ihren Lehrinhalten. Bereits heute gibt es schon konkrete Pläne für den Studienbeginn im Herbst. Es werden mehrere Szenarien vorbereitet, die alle auf Basis der strengen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften des Gesundheits- und Wissenschaftsministeriums geplant werden. So wird es durch die grundsätzlich kleinen Seminargrößen möglich sein, diese nochmals zu teilen, am Wochenende zu unterrichten oder Teile der Lehre nur virtuell anzubieten. Für besonders schutzwürdige Studierende und internationale Studienanfängerinnen die aufgrund der Corona-Krise ihren Aufenthaltstitel bis zu Beginn des Herbstsemesters nicht rechtzeitig erhalten, soll der Unterricht in hybrider Form stattfinden – das bedeutet, die Lehre wird sowohl online als auch auf den Universitäten vor Ort selbst angeboten. Auch für den Fall, dass es im Herbst neuerlich Beschränkungen geben sollte, sind die Privatuniversitäten vorbereitet, schildert der Präsident der Österreichischen Privatuniversitäten Konferenz ÖPUK, Dr. Karl Wöber: „Wir könnten natürlich jederzeit in ein komplettes Remote-Unterrichts-Format zurückkehren. Dieser Tage jedoch sind viele Universitäten dabei, wichtige Dienstleistungen am Campus wieder hochzufahren, wie etwa Bibliotheken, Student-Service-Center oder Räumlichkeiten für unbedingt notwendige Prüfungen. Wir sind überzeugt, dass wir für alle Eventualitäten gerüstet sind und situationsdynamisch reagieren können, sodass alle Studierende an Privatuniversitäten den bestmöglichen Unterricht erhalten werden.“

Rasche und flexible Umstellung des Lehr- und Forschungsbetriebs in der Krise
Das engmaschige Netzwerk und die unbürokratischen Strukturen an Privatuniversitäten erlaubten von Beginn an, rasch Änderungen der Unterrichtsform hinsichtlich der Verwendung von online teaching-Plattformen vorzunehmen. Die Umstellung erfolgte innerhalb weniger Tage. Viele Privatuniversitäten haben darüber hinaus Train-the-Trainer Initiativen eingerichtet, um ihre Lehrenden bei den speziellen didaktischen und pädagogischen Herausforderungen des online Unterrichtes zu unterstützen. Weiteres kann  auch rasch auf Studierenden Feedback eingegangen werden. Karl Wöber gibt ein Beispiel: „Befragungen der Studierenden und der Lektoren an der Modul University Vienna lieferten bereits nach nur wenigen Tagen online Unterricht wichtige Rückmeldungen zur Optimierung der von der Universität implementierten Maßnahmen.“

Best-Practice Beispiele des Online-Teachings an Privatuniversitäten

• Learning & Online Teaching der Privatuniversität Schloss Seeburg:
 „Neuronale Vernetzung auf digitalem Weg“
„Wir haben das Glück als semi-virtuelle Universität bereits über viele Jahre Erfahrung und Kompetenzen mit Online-Lehre aufgebaut zu haben. Erfolgreiche Online-Lehre erfordert ein durchdachtes didaktisches Gesamtkonzept, um die verschiedenen technischen Möglichkeiten gewinnbringend einsetzen zu können“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Franz Huber, Dekan der Fakultät für Management.
Ein Präsenztag im virtuellen Raum ist gefüllt mit Phasen im Plenum für den interaktiven Austausch, Einzelarbeitsphasen aber ebenso Phasen für Gruppenarbeiten. Die Studierenden können gemeinsam an Dokumenten arbeiten und sind auch im virtuellen Raum untereinander aber auch mit den Dozierenden bestens vernetzt. Neben theoretischen Inputs der Dozierenden, können die Studierenden selbst ihren Bildschirm teilen und kurze Präsentationen abhalten. Die Studierenden arbeiten üblicherweise sehr motiviert und finden ebenso Gefallen am Erstellen von Erklärvideos oder Podcasts. Integrierte Abstimmungstools, Online-Quizzes oder Online-Simulationen ergänzen die virtuelle Lehre und dienen zur Festigung, Vertiefung und als Feedback, ob die festgesetzten Lernziele erreicht wurden. Die Studierenden können in der Corona-Ausnahmesituation alle Prüfungsleistungen von zu Hause aus erbringen. Hierbei gibt es eine Mischung an klassischen und innovativen Prüfungsformen, beispielsweise Online-Tests, Online-Präsentationen, Erstellung von Videos, bis hin zu klassischen schriftlichen Studienarbeiten. Neben den studienspezifischen Lehrinhalten lernen unsere Studierenden in dieser herausfordernden Zeit zusätzlich, wie man sich in virtuellen Teams organisiert und softwaregestützt zusammenarbeitet. Diese Kompetenzen werden auch in Zukunft nicht an ihrer Bedeutung verlieren.

• Quality Management Master-Kurs an der Modul University Vienna
Der Kurs Service Quality Management hat während der Corona-Krise begonnen und wird somit gänzlich mit Hilfe von Remote-Teaching Instrumenten durchgeführt. Die bereits eingesetzte Plattform Moodle wurde um Features (Videos, Diskussionsforen, Chat, und andere Plug-Ins) ergänzt, um den Studierenden eine optimale Lernerfahrung zu ermöglichen. Außerdem wird durch den Einsatz von MS Teams eine verlässliche Möglichkeit für virtuelle Klassen und Meetings geschaffen. Konkret werden den Studierenden PPT Folien mit Erklärungen, Videos, und Unterlagen mittels Moodle zur Verfügung gestellt und live Streamings von Unterrichtseinheiten finden mittels MS Teams statt. Wenn Einheiten von Studierenden vorbereitet werden gibt es zusätzlich die Möglichkeit für einen Austausch mittels Diskussionsforum oder MS Teams um Fragen zu ermöglichen (flipped Class-room). Außerdem finden regelmäßig Diskussionsforen zu Fallstudien und „virtuellen Exkursionen“ statt. „Die Studierenden wissen das zur Verfügung gestellte Material von Videos, aufgezeichneten PPT Besprechungen und die interaktiven Einheiten sehr zu schätzen. Es stehen meist mehrere digitale Wege offen, um sich den Lernstoff häufig auch unabhängig von Zeit und Ort aneignen zu können. Ein fixer Bestandteil ist allerdings immer die kritische Auseinandersetzung mit dem Stoff mittels Diskussionsforum oder MS Teams Video Konferenz.“ sagt dazu die Lehrveranstaltungsleiterin und Studiendekanin der Masterstudienprogramme, Prof. Dr. Astrid Dickinger. Der bedeutendste Vorteil dieser Vermittlungsform ist die Schaffung einer individuellen, bedarfsorientierten Lernumgebung. Da einige  Einheiten mittels selbstregulierten Lernens erarbeitet werden wird eine tiefere Auseinandersetzung mit den Themen angeregt und somit eine Grundlage zu lebenslangem, selbstständigem Lernen geschaffen.

• Bachelor Thesis Tutorial an der Modul University Vienna
Dieses Seminar bereitet die Studierenden auf das Schreiben der Bachelorarbeit vor und findet in einem interaktiven Format statt, welches Theorie und Praxis verbindet. Jede Lehrveranstaltungseinheit besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Im theoretischen Teil stellt der Lektor die Theorien und Konzepte des Schreibens von Abschlussarbeiten vor. Im praktischen Teil wenden die Studierenden ihr Wissen auf ihre eigene Bachelorarbeit an. Am Ende des Kurses haben die Studierenden ein Bachelor Thesis Proposal verfasst. Um eine optimale Lernerfahrung in der Online Lehrphase zu gewährleisten und den spannenden Prozess des Schreibens einer Bachelorarbeit bestmöglich zu unterstützen, wird in dem Bachelor Thesis Tutorial eine Kombination aus Live-Streaming und aufgezeichneten Präsentationen angewendet. In der ersten Einheit werden audio-aufgezeichnete Folien zur Verfügung gestellt, welche die Studenten am geplanten Tag zu einem für Sie geeigneten Zeitpunkt ansehen können. Dieser Ansatz wurde gewählt, da in der ersten Einheit das Finden eines Forschungsthemas, sowie einer Forschungsfrage, im Vordergrund steht. Der für diese Aufgabe benötigte Zeitaufwand variiert erheblich zwischen den Studenten. Die aufgezeichneten Präsentationen ermöglichen den Studenten, ein Thema in ihrem eigenen Tempo zu finden, während in der traditionellen Form des face-to-face Unterrichts diese Lehrveranstaltungseinheit nur 1.5 Stunden vorsieht. „Diese durch den Onlineunterricht entstandene Variabilität in der benötigten Zeit für die Themenfindung ist durchaus als Mehrwert anzusehen, und spiegelt sich auch in der Qualität der von den Studenten vorgeschlagenen Themen und identifizierten Forschungsfragen wider.“ sagt die Lehrveranstaltungsleiterin und Studiendekanin der Bachelorstudienprogramme, Prof. Dr. Marion Garaus. In der aufgezeichneten Präsentation kommt eine Vielzahl von unterschiedlichen Werkzeuge zur Anwendung. Zunächst werden die theoretischen Grundlagen anhand zahlreicher praktischer Beispiele und eingebettete Videos vermittelt. Die Studenten können somit das aufgezeichnete Präsentationsvideo beliebig lange anhalten, um anschließend unterschiedliche Aufgaben zu erledigen. Die Studenten laden die Aufgaben nach der Unterrichtseinheit auf die e-Learning Plattform hoch und erhalten ausführliches verbales Feedback für die unterschiedlichen Aufgaben, sowie – falls erforderlich – Verbesserungsvorschläge für das Bachelor Thesis Thema und für die erarbeitete Forschungsfrage. Weitere Einheiten, die nach demselben Schema ablaufen, behandeln weitere wesentlich Aspekte der Bachelorarbeit, wie zum Beispiel die Erarbeitung eines konzeptionellen Modelles und die Erarbeitung eines Forschungsdesigns. Andere Einheiten des Bachelor Thesis Tutorials erfordern mehr Diskussion zwischen den Studenten und der Lektorin, weshalb für diese Einheiten die Variante des Live-Streams gewählt wurde.• Taskforce „Distance/E-Learning“ an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL)
Das Team aus Experten der Stabstelle Lehre, des Studiendekanats in Kooperation mit den Studiengangsleitungen widmet sich seit Beginn der Maßnahmen im Zuge der COVID-19-Pandemie intensiv der Entwicklung neuer bzw. der Optimierung bestehender E-Learning-Angebote. Dabei wurden neben der gängigen Online-Lehrmethoden auch kreative Lösungen gefunden, um den KL-Studierenden einen möglichst reibungslosen virtuellen Unterricht gewährleisten zu können. Ein Beispiel:

• Klinische Lehre: Fallstudien via Online-Unterricht an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL)
Eine der Besonderheiten in der medizinischen Ausbildung an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften ist der Unterricht in Kleinstgruppen im Zuge der klinischen Lehre im Masterstudium Humanmedizin. Die Studierenden werden dabei in Gruppen von 3 Studierenden von einem Kliniker an einer der drei Universitätskliniken in Krems, St. Pölten und Tulln unterrichtet. In der aktuellen Situation ist ein Präsenzunterricht in der klinischen Lehre nicht möglich. Auch hier hat das Team der Taskforce gemeinsam mit den Klinikern einen Weg zur Fortführung der Lehre gefunden: Statt in der Klinik findet ein Teil der klinischen Lehre – die Erarbeitung und Besprechung vom Fallstudien – in einem organisierten Online-Chatroom statt. „Die Lehre in kleinen Gruppen lebt von der Interaktion. Diese kann so zumindest zwischen Lehrenden und Studierenden erhalten bleiben. Ein Vorteil dieser Methode ist, dass der Unterricht aufgezeichnet werden und von Studierenden jederzeit nachgeschaut werden kann“, erklärt Assoc.-Prof. Dr. Manfred Wieser, MSc, Studiendekan der KL und Studiengangsleiter des zweiteiligen Medizinstudiums. „Damit können auch jene Studierende, die derzeit beispielsweise im Zivildienst, bei der Rettung oder in einer Freiwilligenarbeit tätig sind, dem Unterricht folgen, ohne wertvolle Studienzeit zu verlieren.“

• Filmdreh an der  Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) in Corona-Zeiten
Die Coronakrise stellt die Kunstuniversitäten und Kunstschaffende vor besondere Herausforderungen. Lehrende und Studierende sind mit dieser Situation besonders kreativ umgegangen, so entstanden in den vergangenen Wochen via Distance Learning zahlreiche kreative Kurzvideos, Online-Lesungen und Musikaufnahmen, im Studiengang Schauspiel der MUK konnte sogar ein Filmprojekt realisiert werden. Neben der Ausbildung für die Bühne besteht im Studiengang Schauspiel seit einigen Jahren ein Schwerpunkt Film. Ab dem zweiten Studienjahr erhalten die Studierenden regelmäßig Unterricht vor der Kamera und realisieren bereits während der Ausbildung eigene Filmprojekte. In diesem Jahr musste der Dreh im Rahmen der Lehrveranstaltung „Darstellung in Film und TV“ mit dem zweiten Jahrgang kurzerhand improvisiert werden. Jan Zischka verfasste basierend auf kurzen Videos der Studierenden, in denen sie ihre Wohnungen und Umgebungen während des Lockdowns präsentierten, ein Drehbuch. In der Drehwoche saß er dann gemeinsam mit Regisseurin Susi Stach im vorgeschriebenen Abstand vor zwei Monitoren. Die Schauspieler*innen arbeiteten im „Homeoffice“ – jede*r am eigenen Filmset, nahmen Bild und Ton über Mobiltelefone auf und kommunizierten mit Regie und Spielpartner*innen über den Computerbildschirm. So entstand ein ca. 30-minütiger Kurzfilm, in dem alle Figuren via Videoschaltung miteinander verbunden sind. Inhaltlich spielen die Umstände dieser Tage eine Nebenrolle, formal trägt der Film jedenfalls den Stempel dieser Zeit. Das Ergebnis wird noch vor dem Sommer  präsentiert. Der Drehsituation entsprechend wird es selbstverständlich auch online auf dem Bildschirm zu sehen sein.

Spiel: Joshua Bader, Leonie Berner, Roman Just, Eike N. A. Onyambu, Julia Posch, Thomas Wachtler, Ludwig Weissenberger (Studierende des Studiengangs Schauspiel der MUK)
Regie: Susi Stach
Buch, Schnitt: Jan Zischka
Nähere Informationen:
www.muk.ac.at und
https://www.facebook.com/Schauspiel.MUK.Wien/

• Innovatives didaktisches Konzept erleichtert berufsbegleitendes Studieren an der Bertha von Suttner Privatuniversität
„Für die Bertha von Suttner Privatuniversität war die Umstellung auf Online-Prozesse nicht allzu groß, weil wir ja seit der Gründung auf die optimale Nutzung von modernen Kommunikationstechnologien in der Lehre und beim Lernen setzen“, so Rektor Prof. Dr. Peter Pantuček-Eisenbacher.  Das innovative didaktische Konzept der Bertha von Suttner Privatuniversität ist auf Blended Learning ausgerichtet. Blended Learning oder Integriertes Lernen möchte eine didaktisch sinnvolle Verknüpfung von modernen E-Learning-Methoden und klassischen Präsenzveranstaltungen erreichen und die Vorteile beider Lernformen optimal nutzen. Ein Großteil der Workload können flexibel von zu Hause über den eCampus absolviert werden. Die Uni nutzt die Effektivität und Flexibilität elektronischer Formen, die das Lernen, Kommunizieren, Informieren und Wissensmanagement unabhängig von Ort und Zeit ermöglichen.

• Digitale Lehre an der Webster Vienna Private University (WVPU)
Bereits am 11. März hat die Webster Vienna Private University zu einer virtuellen Lernumgebung gewechselt. Sämtliche Kurse werden dabei auf der Webster Lernplattform WorldClassroom durchgeführt. Diese innovative Lernplattform bietet derzeit nicht nur den Studierenden hier in Wien, sondern über 14,000 Webster Studierenden weltweit die Möglichkeit, ihr Studium ohne Unterbrechung weiterzuführen. Die Plattform basiert auf dem amerikanischen Lernmanagementsystem „Canvas by Instructure“ und bietet Lehrenden eine Vielfalt an Tools und Funktionen, wie Livediskussionen, WEBEX Konferenzschaltungen, Diskussionsforen, um das Online- bzw. Fernstudium abwechslungsreich, interaktiv, aber auch effizient und intuitiv zu gestalten.

Online-Bewerbungsfrist für Herbst verlängert – Virtuelle Beratung und Campus-Touren werden laufend angeboten
Aufgrund der aktuellen Situation wurden die Anmeldefristen für einen Studienstart im Herbst nach hinten verschoben, es gibt also bei fast allen Privatuniversitäten noch Bewerbungsmöglichkeiten für das kommende Semester. Laufend angeboten werden außerdem virtuelle Campus-Touren und individuelle Online-Studienberatungen. Informationen auf der jeweiligen Website Die Übersicht gibt es online unter www.oepuk.ac.at/privatuniversitäten-im-überblick

Finanzieller Notfall-Topf für Studierende, neue Lösungen für Praktika und aktive Mitarbeit in der Krise
Die heimischen Privatuniversitäten setzen sich ein – für ihre Studierenden, unter anderem mit Online-Freizeitangeboten und Beratungen, aber auch mit ihrer Expertise in der Krise. So bietet beispielsweise eine neue Online-Plattform des Kompetenzzentrums für Allgemein- und Familienmedizin an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) abgesicherte, tagesaktuelle und fundierte Handlungsempfehlungen von Ärzten für Ärzte in der Prävention und im Umgang mit COVID-19-Infektionsfällen in der Primärversorgung (www.kl.ac.at/coronavirus). Hintergrund der Initiative ist der dringende Bedarf im niedergelassenen Bereich nach rascher und effizienter Unterstützung bei der Umsetzung der nötigen Maßnahmen.

Im März 2020 hat Borealis, ein führender Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe, sein Engagement für den Sozialstipendienfonds an der Webster Vienna Privatuniversität (WVPU) erneuert. „Aus diesem Fonds wird im Herbst 2020 auch ein Borealis Social Scholarship, das nahezu die gesamten Studiengebühren über die vollen vier Jahre Studienzeit abdeckt, an einen Studienanfänger ausgeschüttet“, erklärt Johannes Pollak, Direktor der Webster Vienna Private University. Mit diesem Stipendium möchte die WVPU nach Corona Interessierten die Möglichkeit geben, das Studium in Wien zu beginnen. Die Bewerbungsfrist endet am 31.Mai 2020.

Eine der zahlreichen CoViD19-bezogenen Aktivitäten der Sigmund Freud Privatuniversität (SFU) wiederum ist eine telefonische Krisenhilfe der Psychotherapeutischen Ambulanz, die zur Entlastung der regulären Ressourcen auf diesem Gebiet ins Leben gerufen wurde und kostenlos zur Verfügung gestellt wird (https://ambulanz.sfu.ac.at/de/krisenhilfe).

Freiwillige Mithilfe zur Krisenbewältigung in Kliniken, in Apotheken, beim Roten Kreuz und in Hilfsorganisationen wird den Studierenden an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) zum Teil für das Studium angerechnet.

Seitens der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) wiederum wurde ein finanzieller Notfalltopf für Studierende eingerichtet. Beim Corona-Notfalltopf der MUK handelt es sich um ein einmaliges Stipendium in Höhe von maximal € 400,- für Studierende, die auf Grund der Corona-Krise einen beruflich oder familiär bedingten Einkommensausfall zu verzeichnen haben (https://www.muk.ac.at/artikel/corona-notfalltopf-fuer-studierende.html).

Auch die Anton Bruckner Privatuniversität (ABPU) hat zusammen mit der Studierendenvertretung und dem Förderverein UNIsono einen Notfalltopf für existentiell betroffene Studierende bereitgestellt. Damit sollen jene Studierende grundlegend finanziell unterstützt werden, die aktuell ihrer künstlerischen Tätigkeit nicht nachkommen und somit keine Gagen oder Honorare beziehen können, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

An der Central European University Vienna Campus (CEU) wurde in wenigen Tagen ein Emergency Response Team etabliert, das sich um die dringlichsten Anliegen der Studierenden kümmert. Ein Notfalltopf für durch die Krise entstandenen finanziellen Engpässe wurde errichtet und bereits von fast 100 Studierenden in Anspruch genommen. Unterstützung durch die IT-Abteilung in Form von Tablets, Computern und notwendiger Software für einen Umstieg auf das online Learning, psychologische Onlineberatung und Einzelzimmer für alle Studierenden aufgrund der neuen Bestimmungen wurden schnellstens organisiert. Besonders bemerkenswert ist der starke Zusammenhalt der CEU-Gemeinschaft: Über 70 Alumni haben sich gemeldet, um Studierenden online Support bei der Strukturierung eines neuen Tagesablaufs, aber auch inhaltliches Feedback bei Diplomarbeiten zu geben. Studierende kaufen für jene ein, die das Zimmer nicht verlassen können und helfen bei den notwendigsten Besorgungen.

Privatuniversitäten Teil aller wichtigen Entscheidungen mit Ministerium
Privatuniversitäten sind seit über 20 Jahren, als das Bundesgesetz zur Gründung von Privatuniversitäten im Jahr 1999 beschlossen wurde, wichtiger Teil des tertiären Bildungssektors. Seither leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung und Komplementierung der österreichischen Hochschullandschaft und prägen diese aktiv mit. Über 18.197 Absolventen und Absolventinnen haben bislang ihren Abschluss an einer Privatuniversität gemacht.  Aktuell sind 14.446 Studierende an Privatuniversitäten inskribiert.  Die im Jahr 2009 gegründete Privatuniversitäten Konferenz (ÖPUK) nimmt in allen Arbeitsgruppen, die sich mit der Entwicklung des österreichischen Hochschulwesens beschäftigen, teil. Auch während der Corona-Krise war man regelmäßig im Austausch mit dem Bildungsministerium. Die ÖPUK ist Gründungsmitglied des Netzwerks der europäischen Privatuniversitäten, der European Union of Private Higher Education (EUPHE). Die Gründungsländer des 2018 mit Sitz in Brüssel eingetragenen Vereins sind. Derzeit Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal und Österreich. Die EUPHE vertritt in diesen Ländern die Interessen von 250 privaten Hochschulen, 420.000 Studierenden und 2,7 Millionen Absolventen (www.euphe.eu).