Mit 1. September 2017 startete Ursula Brandstätter ihre zweite Amtsperiode als Rektorin der Anton Bruckner Privatuniversität. Mit Thomas Kerbl als neuem Vizerektor für künstlerische Projekte und Wilfried Brandstötter als neuem Studiendekan für künstlerische Studien, setzt sich das Präsidium der Bruckneruniversität seither neu zusammen. Constanze Wimmer und Brigitte Mössenböck verstärken das Präsidium der Bruckneruniversität wie bisher als Studiendekanin für künstlerisch-pädagogische Studien bzw. Universitätsdirektorin. Für die nächsten fünf Jahre hat sich die neue Universitätsleitung viel vorgenommen. „Wir befinden uns wieder in einer Aufbruchsituation“, erklärt Rektorin Ursula Brandstätter. „Die neue Teamzusammensetzung schafft eine neue Dynamik, die wir nutzen möchten, um uns im internationalen Wettbewerb noch stärker zu positionieren

Die erste Amtsperiode von Rektorin Ursula Brandstätter war geprägt von der erfolgreichen Positionierung der Bruckneruniversität im Kontext von Universitäten sowie Bildungs- und Kultureinrichtungen in Oberösterreich aber vor allem auch darüber hinaus. „Die Bruckneruniversität konnte – auch unterstützt durch den vom Land OÖ errichteten Neubau – in den letzten Jahren eine ausgezeichnete Position im internationalen Wettbewerb der Musikuniversitäten erreichen und wird sowohl national als auch international als exzellente und innovative Ausbildungsstätte für junge Künstler/innen wahrgenommen. Jetzt geht es darum, diese Position zu halten und weiterzuentwickeln. Rektorin Brandstätter wird diesen Weg gemeinsam mit ihrem neuen Team erfolgreich fortführen und mit der erfolgreichen Positionierung der Bruckneruniversität auch wesentlich zur Stärkung des Standorts Oberösterreich im In- und Ausland beitragen“, zeigt sich Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer überzeugt.

Arbeitsschwerpunkte der neuen Universitätsleitung
„Als Einrichtung des Landes OÖ sieht sich die Bruckneruniversität einem öffentlichen Auftrag verpflichtet, der den drei grundsätzlichen Aufgabenfeldern einer künstlerischen Universität entspricht und zwar im Kern als Bildungseinrichtung, darüber hinaus als Kulturinstitution und als Forschungseinrichtung. In diesen Aufgabenfeldern möchten wir verstärkt Akzente setzen“, so Ursula Brandstätter. Die folgenden Schwerpunkte hat sich die neue Universitätsleitung daher gesetzt:

– Die Bruckneruniversität als Bildungseinrichtung
Das künstlerische und künstlerisch-pädagogische Studienangebot in den Bereichen Musik, Schauspiel und Tanz wird laufend erweitert. Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Re-Akkreditierung der Studienpläne, die nun überarbeitet und den sich ständig wandelnden Anforderungen des künstlerischen Berufsfelds angepasst werden. Bereits im Wintersemester 2017/2018 startet ein neuer Lehrgang für Liedgestaltung am Klavier. Die enge Verknüpfung von Studium und Beruf ist eines der Qualitätsmerkmale der Bruckneruniversität. Um Studierende noch während der Ausbildung an den künftigen Berufsalltag heran zu führen, forciert die Bruckneruniversität laufend Kooperationen mit Kultureinrichtungen und Produktionsstätten. Die Kooperationen auf Landes- und auch auf Bundesebene sollen in den nächsten Jahren ebenfalls weiter ausgebaut werden.

– Die Bruckneruniversität als Kulturinstitution
„Ein Haus der Begegnung“ ist die Bruckneruniversität für den neuen Vizerektor für künstlerische Projekte, Thomas Kerbl. Mit über 500 Veranstaltungen im Jahr zählt die Universität schon jetzt zu einem der größten Kulturveranstalter Oberösterreichs. „Neben der Gewährleistung des Studienbetriebs wird es einen intensiven Diskussionsprozess über neue Veranstaltungsangebote und Konzertformate geben“, verrät Kerbl. Dabei setzt man auch auf Kooperationen mit anderen regionalen Kultureinrichtungen wie etwa dem Landestheater Linz oder dem Bruckner Orchester Linz, aber auch auf Kooperationen auf Bundesebene und darüber hinaus. Bereits für das Sommersemester 2018 sind zahlreiche Kooperationsprojekte und neue Konzertreihen geplant.

– Die Bruckneruniversität als Forschungseinrichtung
In Zeiten des Wettbewerbs nimmt die Forschung für Universitäten einen bedeutenden Stellenwert ein. Der Ausbau der Forschung im künstlerisch-wissenschaftlichen wie auch im wissenschaftlich-akademischen Bereich soll daher an der Bruckneruniversität weiter vorangetrieben werden. In den letzten Jahren konnte sich die Universität zunehmend ein Profil als Forschungseinrichtung erarbeiten. Seit Juni ist man beispielsweise auch Partner in einem großen internationalen FWF-Projekt. Weitere Forschungsprojekte in Kooperation mit internationalen Projektpartnern befinden sich in Ausarbeitung bzw. in der Antragsphase. Auch an der Einführung eines Promotionsstudiums wird derzeit in Kooperation mit der Kunstuniversität Linz, der Musikuniversität Wien und der Universität Salzburg gearbeitet. Läuft alles nach Plan, wird man schon im Wintersemester 2018/2019 ein Promotionsstudium an der Bruckneruniversität beginnen können.

Internationalisierung im Fokus
Einen zunehmend wichtigeren Stellenwert nimmt künftig auch das Thema Internationalisierung ein. Schon derzeit bestehen Partnerschaften mit über 50 Universitäten weltweit im Rahmen des Erasmus-Förderprogramms. Mit Studierenden und Lehrenden aus über 50 Nationen ist internationales Potenzial aber auch bereits vor Ort vorhanden. „Wir möchten dieses internationale Potenzial an unserer Universität besser nützen und haben ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben, das die Bedürfnisse der ausländischen Studierenden genauer in den Blick nehmen wird. Ich bin davon überzeugt, dass wir durch die genauere Wahrnehmung der Diversitäten im Haus nicht nur unsere Lehrangebote weiter entwickeln werden, sondern die Thematik der Interkulturalität insgesamt unseren Studierenden und Lehrenden neue Impulse geben wird“, so Rektorin Ursula Brandstätter.

Im Bild: LH Thomas Stelzer, Rektorin Ursula Brandstätter und Vizerektor Thomas Kerbl

Weitere Infos: www.bruckneruni.at