Auf dem Weg zu neuen Therapien für chronische Bluterkrankungen

Forschende der Karl Landsteiner Privatuniversität haben einen Mechanismus entdeckt, der neue Wege zur gezielten Behandlung bestimmter Blutneoplasien eröffnen kann. Die Blockade eines molekularen Signals auf Immunzellen könnte die körpereigene Abwehr gegen mutierte Zellen möglicherweise stärken.
Eine bisher unbekannte Schwachstelle der körpereigenen Immunabwehr könnte neue Behandlungsmöglichkeiten gegen bestimmte Blutneoplasien eröffnen. Forschende haben entdeckt, dass natürliche Killerzellen bei Menschen mit einer bestimmten genetischen Form einer Blutneoplasie ihre Fähigkeit zur Bekämpfung entarteter Zellen weitgehend bewahren, jedoch durch ein molekulares Signal in ihrer Wirksamkeit eingeschränkt werden. Wurde dieses Signal in Laborversuchen blockiert, konnten die Immunzellen bösartige Zellen wirksamer bekämpfen. Auch in einem experimentellen Krankheitsmodell zeigten sich erste positive Effekte. Die Ergebnisse stammen von einem internationalen Forschungsteam unter Leitung der Karl Landsteiner Privatuniversität (klu Krems). Sie könnten nicht nur neue Ansätze zur Behandlung spezieller Formen chronischer Bluterkrankungen ermöglichen, sondern auch helfen, jene Patientinnen und Patienten zu erkennen, die besonders von zukünftigen Immuntherapien profitieren würden.