PMU: Erfolgreiche Therapie mit Zellen aus Nabelschnur

PMU Campus Innenhof_c_PMU_Patrick Daxenbichler

Die Paracelsus-Medizinische-Privatuniversität (PMU) meldet einen bedeutenden Fortschritt in der biomedizinischen Forschung: Eine neuartige Therapie mit Zellen aus einer Nabelschnur hat bei einer Operation deutliche Erfolge erzielt. Zelltherapien werden unter anderem dazu eingesetzt, Gewebe zu reparieren, zu ersetzen oder zu unterstützen.

Die neuartige Form der Zelltherapie ist bei einer Operation am offenen Rücken einer Zweijährigen zum ersten Mal angewendet worden. Die sogenannten „extrazellulären Vesikel“, die für die Operation benötigt wurden, wurden aus einer Nabelschnur gewonnen und im Labor an der PMU entwickelt und hergestellt. Anders als bei Stammzellen werden sie vom Körper nicht als fremd erkannt und möglicherweise abgelehnt.

Zell-Vesikel könnten Wundheilung begünstigen

Wie die jetzigen aktuellen Ergebnisse zeigen, können dadurch Risiken wie beispielsweise Immunreaktionen oder Tumorbildung, wie sie bei herkömmlichen Zelltherapien auftreten können, vermieden werden. Das Potenzial von Zell-Vesikeln sehen die Forschenden speziell bei der Wundheilung, mit dem Ziel, die Entzündungs- und Narbenbildung – zum Beispiel im Rückenmark – zu minimieren. Inzwischen wurde die neuartige Vesikel-Zelltherapie in Salzburg bereits bei einem weiteren Kind mit offenem Rücken angewendet. Das Kind hat sich vom Eingriff gut erholt, deutliche Fortschritte sind in der Motorik sowie der Darm- und Blasenfunktion erkennbar, heißt es von der PMU. Das langfristige Potenzial dieser „Nano-Vesikel“ soll nun in einer klinischen Studie untersucht werden.

Foto: PMU © Patrick-Daxenbichler

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3318769/