Seit 2007 ist Martina Gelsinger im Kunstreferat und Diözesankonservatorat als Referentin für Altarraumgestaltung und zeitgenössische Kunst tätig. Zu ihren Aufgaben gehören die Begleitung von Um- und Neugestaltungen von Kirchenräumen und die Umsetzung von Kunst am Bau- Projekten. Der promovierten Kunstwissenschaftlerin liegt die Kunst am Herzen: „Ich freue mich, dass ich in dem Bereich Kunst, für den ich mich begeistere und in dem ich mir in vielen Jahren Fachkompetenz erworben habe, auch beruflich tätig bin. Faszinierend und bereichernd sind dabei die unmittelbare Begegnung mit Kunstwerken und Kunstschaff enden und in der täglichen Arbeit die Erfahrung, dass Kunst in Pfarren und kirchlichen Einrichtungen so manches ‚ans Licht‘ bringt“. Damit Kunst diese Wirkung entfalten könne, bedürfe es aber auch unterstützender Angebote. Kunstvermittlung mit Fokus auf zeitgenössische Kunst, die Konzeption und Durchführung von Bildungsveranstaltungen und -programmen, das Verfassen von Texten und Öffentlichkeitsarbeit gehören daher ebenso zu Gelsingers Arbeitsfeld wie die Betreuung konkreter Projekte – auch mit Blick auf die unverzichtbare Qualität der künstlerischen Gestaltungen im Spannungsfeld von Funktion, Nutzung und historischem Bestand.

Für die in der Praxis nötige Vermittlung und den Dialog von zeitgenössischer Kunst und Kirche engagiert sich Gelsinger beruflich und ehrenamtlich auf mehreren Ebenen und in unterschiedlichen Wirkungsfeldern: Sei es mit der Vermittlung ihres Wissens und ihrer Erfahrungen im Rahmen eines Lehrauftrages am IKP, mit vielfältigen Tätigkeiten als Kuratorin, etwa in der Ursulinenkirche Linz und der Linzer Kreuzschwestern-Galerie, oder mit Publikationen, u.a. in der Zeitschrift kunst und kirche. Seit 2015 setzt sie sich auch als Obfrau des 1859 gegründeten Diözesankunstvereins Linz nach Kräften für den Dialog von Kunst und Kirche ein. Denn Kunst, so Martina Gelsingers Überzeugung, ist etwas, „das Neues in Gang setzt, Türen öffnet und zur Reflexion anregt. Mit ihrer Kraft und Wirkung ist Kunst – mit einem Seitenblick auf die Geschichte – im Kontext von Religion, Glaube, Gesellschaft und Kirche für die Zukunft unverzichtbar.“

Vita im Überblick:
 – 1992–1998 Kunstgeschichtestudium an der Universität Salzburg
-  2002–2008 Doktoratsstudium am Institut für Kunstwissenschaft und Philosophie an der (heutigen) KU Linz.
 – Dissertation: „Gewachsener Zustand oder ästhetisches Ärgernis? Kirchenumgestaltungen in Oberösterreich zwischen 1945 und 2005“
 – Seit 2007 im Kunstreferat und Diözesankonservatorat der Diözese Linz tätig, stv. Abteilungsleiterin
 – Ausstellungskuratorin, Kunstvermittlerin und Jurorin in Fachjurys
 – 2011/2012 Ankaufskuratorin, Stadt Linz
-  Kuratoriumsmitglied des Otto Mauer Fonds Wien, Obfrau des Diözesankunstvereins Linz